Verfahren

Schritt 1: Start- und Zielgrube

Als Vorarbeit heben wir im herkömmlichen Tiefbauverfahren eine Start- und eine Zielgrube aus. Je nach Projekt ist eine Zwischengrube nötig.

Schritt 2: Pilotbohrung

Danach führen wir die Pilotbohrung durch. Den speziellen Bohrkopf dafür wählen wir je nach Eigenschaften des Bodens aus.

Schritt 3: Bohrung

Während des eigentlichen Bohrvorgangs verlängern wir das Bohrgestänge Stange um Stange.

Über das Bohrgestänge wird die Bohrspülung (Bentonit) zum Bohrkopf transportiert. Das Bentonit ist ein natürlich vorkommendes Tonmineral, das in der Mischanlage mit Wasser versetzt wird.

Mit hohem Druck wird das Bentonit aus den Düsen des rotierenden Bohrkopfes gesprüht. Durch diesen hydromechanischen Vorgang lässt sich das Erdreich gleichmässig abtragen und das verflüssigte Bohrgut kommt durch das Bohrloch zutage.

Das Bentonit stabilisiert auch das entstandene Bohrloch, kühlt das Bohrwerkzeug mit der Ortungssonde und verringert die Reibung am Bohrgestänge sowie am Produktrohr beim Einzug. Durch das Bentonit können wir das Produktrohr optimal im Bohrloch einbetten.

Die Bohrung lässt sich gut steuern, weil der Bohrkopf auf einer Seite abgeflacht ist. Die Ortungssonde sendet elektromagnetische Wellen aus, die wir über dem Boden mit einem Ortungsgerät empfangen. So können wir Lage, Tiefe und Stellung des Bohrkopfs ermitteln.

Schritt 4: Aufweitung des Bohrlochs

In der Zielgrube demontieren wir den Bohrkopf sowie die Sonde und montieren gleichzeitig einen Aufweitbohrkopf (Backreamer). Dieser lässt sich durch das bestehende Pilotbohrloch zurückziehen. Auch diesen Vorgang unterstützen wir mit einer Bohrspülung. Je nach Grösse des Produktrohrs sind mehrere Aufweitvorgänge notwendig.

Schritt 5: Einziehen des Produktrohrs

Hat das Bohrloch die nötige Aufweitung erreicht, ziehen wir das Produktrohr ein. Dabei halten wir die Zugkraft, die auf den Rohrstrang einwirkt, möglichst gering: Wir spritzen während des Einzugs des Produktrohrs Bentonit über den Einzugskopf ein. So garantieren wir eine hochwertige Bettung des Produktrohrs.

Mit der Messung der Zugkraft stellen wir sicher, dass die maximal zulässige Spannung nicht überschritten wird. So entspricht das Produktrohr auch nach dem Einzug höchsten Qualitätsanforderungen.